Anti & the BalCannibals Rezension :

 

RheinPfalz, Konzert Creole Festival 2018:

Mit animalischer Fresslust haben sich die vier BalCannibals die reiche Musikkultur der fahrenden Völker Südosteuropas einverleibt und daraus ihr eigenwilliges Repertoire aufgebaut. Das changiert zwischen Jazz, Weltmusik, Roots und Folk und kommt unverkrampft und zuweilen improvisatorisch angereichert daher. Geigerin / Sängerin Anti von Klewitz verblüfft mit ihrem surreal klingenden Gesang in Balkan-Sprachen, fingerflinker Bogenkunst und hintergründig-humorvoller Spiellust. Der Sound des Quartetts changiert zwischen schräg, schrill, schön und tragisch, taumelnd, temporeich, eine unerschrockene Stilmelange zwischen Sinti-Jazz, coolem Groove und barock-balkanesker Volksmusik.

 

Csókolom Rezension:

Schweriner Volkszeitung, Konzert Ludwigslust

 

Dass ihre auf der Bühne gelebte Musik weit über das Maß der „Gipsy-fiddle“-Musik hinausgeht, liegt sicherlich mit an der phänomenal umfassenden Musikalität der im ehemaligen Jugoslawien aufgewachsenen Streicherin Anti von Klewitz. Wer bei Csókolom spielt, der muss nicht nur perfekt ein Musikinstrument beherrschen und bereit sein, an die eigenen Grenzen der Spielfreude zu gehen. Der muss sich darüber hinaus emotional vollends ins Klanggefüge des Ensembles einbringen. Das lässt eine im Konzert heißblütige Anti von Klewitz lächeln und treibt sie an. Diese Klasse an Harmonie und quasi vierfacher solistischer Klangfülle zu besitzen, bewies das Quartett einmal mehr am Freitag zum Ende des Konzerts mit dem Instrumentalstück des ungarischen Gürteltanzes in einer Bearbeitung von Anti von Klewitz.

Lyrik-Projekt

RheinPfalz, Lyrik Projekt, Waiblingen 2017:

 

... Ihr im besten Sinne ungewöhnliches Programm „Vom krausen Leben - Lieder zur Wanderschaft durch Schatten und Licht" begeisterte die Zuhörer. ... Die vertonten Gedichte sind mitreißend. Das liegt nicht zuletzt an den herausragenden Musikern des Ensembles. Mit Anti von Klewitz an Violine und Viola stehen vier außergewöhnliche Könner auf der Bühne, die von Klewitz‘ komplexe Kompositionen zum Schwingen bringen. Die hagere Frau mit langen schwarzen Haaren lebt ihre Musik. Mal hält und zupft sie die Geige wie eine Gitarre, mal singt sie rasant gestrichene Melodielinien mit. Ihre Ansagen machen es dem Publikum leicht, sich auf ihre außergewöhnliche Musik einzulassen.

Wobei es weder auf noch vor der Bühne nach Arbeit aussieht. Eher nach einem Fallenlassen wie im vertonten Gedicht eines persischen Mystikers,  das das Ensemble im zweiten Teil des Abends spielt. Hier heißt es auf Deutsch in etwa: Wie fliegen die Vögel? Sie fallen, und während sie fallen bekommen sie FIügel.